Die Stadt Krems erarbeitet Leitlinien für den Tourismus - Tourismusstrategie Krems 2030

Krems – Laufende Veränderungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen machen es notwendig, strategisch zukünftige Schritte zu setzen.

Die Tourismusstrategie 2030 soll dafür vorsorgen, dass der Kremser Tourismus weiterhin floriert und seine Bedeutung als Wirtschaftsfaktor in Krems weiter ausbauen kann. Finanziert wird das Projekt durch ein langfristig geplantes Leader-Projekt und gemeinsam mit der ÖAR Regionalberatung GmbH umgesetzt. In die Erarbeitung dieses Prozesses sind Vertreterinnen und Vertreter der Kremser Tourismuswirtschaft, anderer Wirtschaftszweige und die Tourismusdestination eingebunden.
„Eine gut ausgerichtete Strategie für die Zukunft ist wie ein roter Faden für die Arbeit der kommenden Jahre“,  stellt Mag. (FH) Barbara Pia Hartl von ÖAR Regionalberatung GmbH fest. Zentrale Themen des Strategieprozesses sind: integriertes Zusammenarbeiten verschiedener Akteurinnen und Akteure, Stärkung der bestehenden Themen und Hereinlassen von Neuem, lebendiges Wachstum und kontinuierliche Qualitätsverbesserung. 

„In den letzten Jahren erlebte Krems einen enormen touristischen Aufschwung, der seinesgleichen sucht“, sagt Gabriela Hüther, Geschäftsführerin von Krems Tourismus. Von 2007 bis 2014 verzeichnet die Stadt Krems steigende Nächtigungszahlen von 168.000 auf über 287.000 (plus 64 Prozent in acht Jahren) und katapultiert sich zur drittmeistbesuchten Stadt in Niederösterreich. 2015 wurde in Krems ein leichter Nächtigungsrückgang gemessen. Ein Grund war etwa die extreme Hitze letzten Sommer, die viele bewogen ihre Urlaubspläne zu ändern.

„Neben der Anzahl der Nächtigungen sind auch die Ausgaben pro Gast und die steigende Anzahl an Tagesgästen wichtig. Hier sind wir auf einem guten Weg: 2015 erzielte die Krems Tourismus GmbH den höchsten touristischen Umsatz der vergangenen Jahre. Der Tourismus macht in Krems eine direkte Wertschöpfung von über 30 Millionen Euro pro Jahr aus“, so Hüther

Die Kultur- und Bildungsstadt Krems hat aber auch ein enormes Wachstumspotenzial :  2017 eröffnet das neue Museum auf der Kunstmeile, im gleichen Jahr wird die Karl-Landsteiner-Universität ihren Vollbetrieb aufnehmen. Ein Wachstum verzeichnet auch die Donauschifffahrt im Linien- und Charterverkehr und Kabinenschifffahrt (rund 300.000 Gäste). Mit Stadtrundgängen,  aufbereitet mit verschiedenen Themenschwerpunkten, und Nachtwächterführungen in Krems und Stein versucht man, die Schifffahrtsgäste nach Krems zu lenken. Events  wie das Festival Glatt & Verkehrt und das Donaufestival ziehen viele Gäste. Jährlich radeln an die 300.000 Gäste den Donauradweg, wovon ein großer Teil in Krems nächtigt bzw. konsumiert (Wertschöpfung ca. 8 Millionen Euro). 

„Trotz dieser Erfolgsbilanz haben wir bereits 2015 beschlossen, eine Tourismusstrategie für den Kremser Tourismus zu erarbeiten. Die TeilnehmerInnen sind mit Begeisterung dabei, der kreative Output ist hoch. Auf das Ergebnis kann man gespannt sein, entscheidend ist aber, dass alle Beteiligten diese Zielvorgaben mittragen. Die Strategie wird Ende April 2016 der Öffentlichkeit präsentiert.


Rückfragen: Gabriela Hüther Tel. 0664 14 39 571